• Urogynäkologie: Beckenbodengesundheit neu verstehen

  • Blasenschwäche oder Senkungsbeschwerden werden oft als ‚normales Schicksal‘ nach einer Geburt oder im Alter abgetan. Doch ein Beckenboden, der seine Funktion verliert, ist kein unveränderlicher Zustand, sondern ein medizinisches Problem, das wir funktionell und anatomisch lösen können.

    In der Urogynäkologie geht es um weit mehr als nur Übungen. Es geht um das komplexe Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Nerven im kleinen Becken. Mein Ziel ist es, Ihnen die Mechanismen hinter Senkungszuständen und Inkontinenzformen verständlich zu erklären. Lassen Sie uns die Scham beiseitelegen und stattdessen auf Basis aktueller Leitlinien und moderner Chirurgie nach der Lösung suchen, die Ihre Lebensqualität nachhaltig zurückbringt.

    Was ist eigentlich eine Beckenbodensenkung?

    Bevor wir über Therapien sprechen, ist es wichtig zu verstehen, was in Ihrem Körper passiert. Eine Senkung (Deszensus) entsteht meist durch die Schwächung der bindegewebigen Strukturen und Muskeln im Becken – oft begünstigt durch Geburten oder die hormonellen Umstellungen der Menopause.

    Wichtig ist mir dabei eine Botschaft: Eine Senkung ist kein bösartiger Tumor und an sich nicht gefährlich. Sie muss nur dann behandelt werden, wenn sie Sie im Alltag stört.

    Die drei Bereiche der Senkung

    In meinem Übersichtsvideo erkläre ich die verschiedenen „Kompartimente“, da eine Senkung ganz unterschiedliche Auswirkungen haben kann:

    • Vorderes Kompartiment (Zystozele): Betrifft die Harnblase und kann zu Restharnbildung oder häufigen Blasenentzündungen führen.
    • Oberes Kompartiment (Apikaler Deszensus): Hier senkt sich die Gebärmutter oder der Scheidenabschluss.
    • Hinteres Kompartiment (Rektozele): Betrifft den Enddarm und kann Entleerungsstörungen oder ungewolltes Stuhlschmieren verursachen.

    [Video] Beckenbodensenkung behandeln – ganz ohne Operation

    Beckenbodensenkungen sind nach der Menopause sehr häufig, müssen aber nur dann behandelt werden, wenn sie Ihre Lebensqualität einschränken. In diesem Video räume ich mit dem Vorurteil auf, dass eine Operation der einzige Ausweg ist.

    Ich stelle Ihnen die erfolgreichste konservative Methode vor: Die Behandlung mit Pessaren. Erfahren Sie, warum eine professionelle Anpassung durch spezialisierte Fachkräfte entscheidend ist und welche Modelle – vom Ring- bis zum Würfelpessar – für welche Situationen geeignet sind. Zudem erläutere ich die Rolle der spezialisierten Beckenboden-Physiotherapie und warum Training zwar das Empfinden verbessern kann, aber strukturelle Bindegewebsschäden oft eine zusätzliche mechanische Stütze benötigen. Eine ehrliche Einordnung für alle, die eine risikoarme Alternative zur Chirurgie suchen.

    [Video] Senkungsoperationen: Welche Technik bietet dauerhaften Halt?

    Wenn konservative Massnahmen nicht mehr ausreichen, kann eine Operation die Lebensqualität nachhaltig verbessern. In diesem Video erkläre ich Ihnen den aktuellen Goldstandard: Die laparoskopische Sakrokolpopexie.

    Erfahren Sie, warum die Befestigung der Scheide mit einem Kunststoffnetz per Bauchspiegelung (Laparoskopie) heute die besten Langzeitergebnisse bietet – und warum diese Technik nicht mit den problematischen Netzeinlagen von der Scheide her verwechselt werden darf. Ich erläutere zudem, wann klassische Verfahren wie die vordere oder hintere Raffung sinnvoll sind und warum die hintere Raffung oft die einzige Lösung bei Entleerungsstörungen des Darms (Rektozele) ist. Mein Ziel ist es, Ihnen die Entscheidungsgrundlage für die Operation zu geben, die anatomisch korrekt ist und langfristig hält.

    [Video] Die Wahrheit über Kunststoffnetze in der Beckenbodenchirurgie

    Kaum ein Thema in der Gynäkologie hat in den letzten Jahren für so viel Verunsicherung gesorgt wie die Verwendung von Kunststoffnetzen. In diesem Video schaffe ich Klarheit und erkläre, warum das Material Polypropylen an sich nicht das Problem ist, sondern die Art der Anwendung.

    Ich erläutere den entscheidenden Unterschied: Während Netze, die von der Scheide her eingelegt werden, oft zu schweren Komplikationen führen und heute weitgehend abgelehnt werden sollten, ist die Verwendung bei der Sakrokolpopexie (per Bauchspiegelung) sicher und hochwirksam. Erfahren Sie, warum die Lage des Netzes im Körper darüber entscheidet, ob es eine dauerhafte Stütze oder ein Risiko darstellt. Dieses Video ist ein Muss für jede Frau, der eine operative Senkungskorrektur mit Fremdmaterial empfohlen wurde.

    Diagnostik & Spezialtherapien vor Ort in unserer Praxis GynaeXcellence in Bern

    Um für Sie die beste Lösung zu finden, setzen wir auf eine umfassende Funktionsdiagnostik und spezialisierte Therapieformen direkt in unserer Praxis in Bern:

    • Urodynamik & Uroflow: Mit diesen Messverfahren untersuchen wir präzise die Funktion Ihrer Blase und der Harnröhre. So lässt sich exakt bestimmen, ob eine Inkontinenz mechanische Ursachen hat oder auf einer Fehlsteuerung der Nerven beruht.
    • Instillationstherapien: Bei chronischen Blasenentzündungen oder Schmerzsyndromen der Blase applizieren wir Wirkstoffe direkt in die Blase, um die Schleimhaut zu regenerieren und Entzündungen nachhaltig zu lindern.
    • PTNS-Therapie: Die posteriore tibiale Nervenstimulation ist ein sanftes, effektives Verfahren bei Drangblase. Über einen feinen Reiz am Unterschenkel wird die Nervensteuerung der Blase harmonisiert – ganz ohne Medikamente mit starken Nebenwirkungen.

    Expertinnen-Begleitung durch unsere Urotherapeutin

    Ein besonderer Pfeiler unserer Praxis bietet Ihnen unsere spezialisierte Urotherapeutin. Sie begleitet Sie mit viel Zeit und Einfühlungsvermögen bei:

    • Spezialisierten Pessar-Anpassungen: Wir finden das Modell, das perfekt zu Ihrer Anatomie passt und im Alltag nicht spürbar ist.
    • Individueller Beratung: Ob Trink- und Miktionstraining oder Anleitung zur Selbstbehandlung – wir lassen Sie mit der Diagnose nicht allein.

    Zurück zu einem aktiven Alltag

    Eine Beckenbodensenkung oder Inkontinenz ist kein Zustand, mit dem Sie sich abfinden müssen. Ob konservativ mit modernen Pessaren oder operativ durch präzise Chirurgie – das Ziel ist immer die Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität und Sicherheit im Alltag.

    Warum die urogynäkologische Abklärung bei GynaeXcellence?

    • Funktionelle Diagnostik: Wir betrachten nicht nur das statische Bild, sondern die Dynamik Ihres Beckenbodens (inkl. spezialisiertem Ultraschall).
    • Individuelle Lösungswege: Wir drängen Sie nicht zur Operation. Wenn ein Pessar oder eine spezialisierte Physiotherapie die Lösung ist, unterstützen wir Sie dabei.
    • Chirurgie auf Goldstandard-Niveau: Falls eine Operation notwendig wird, setzen wir auf minimalinvasive Techniken (Laparoskopie), die anatomisch fundiert sind und langfristig halten.

    Ihr Termin in Bern

    Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand. Unsere Praxis GynaeXcellence liegt im Herzen von Bern, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Wir bieten Ihnen einen diskreten Rahmen für eine ehrliche und kompetente Beratung.

    Unsere Praxis-Website: www.gynx.ch

    Direkt zur Terminbuchung: www.gynx.ch/terminbuchung

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